
Anzahl der Opfer:
Die Zahl der Opfer wird auf 80 geschätzt, man erzählte sich jedoch es wären über 600 gewesen
Zeit:
16. Jahrhundert
Biografisches:
Erzsébet
Báthory stammte aus einem alten siebenbürgischen Adelsgeschlecht aus Transsylvanien
und war eine nahe Verwandte von König Stefan IV. von Polen.
Am 8. Mai 1575 wurde die 15jährige Erzsébet standesgemäß mit dem Grafen Ferencz
Nádasdy verheiratet, der für seine ruhmreichen Heldentaten bekannt und ein Nahcfahre
von Vlad Dracúl, dem Vorbild der heutigen Dracula-Legende, war. Erzsébet lebte
im Schloss Csejthe in Nyitra im Nordwesten Ungarns und beschäftigte sich intensiv
mit schwarzer Magie, Alchemie und Hexerei.
Im Alter von 20 Jahren begann sie ihren Hang zum Sadismus auszuleben.
Details der Morde:
Zusammen mit ihrem Gefolge tötete Bathory eine Unzahl junger Frauen,
um in ihrem Blut zu baden. Denn das, so glaubte die Gräfin, würde ihr ewige
Jugend verschaffen.
Mit 20 Jahren begann sie ihre Diener mit verschiedenen Foltermethoden bestialisch
zu quälen. Sie schlug und biß ihr Personal blutig oder malträtierte es mit Kneifzangen
und Nadeln, einem Diener ließ sie den Mund zunähen, weil er zu viel redete.
Nach dem Tot ihres Mannes wurden ihre Grausamkeiten noch grotesker.
Eine junge Zofe schlug sie blutig und bekam dabei einige Blutstropfen ab. Von
da an bildete sie sich ein, dass die Haut an dieser Stelle jünger geworden sein.
Also ließ sie das Mädchen töten und ihr Blut in einem Bottich auffangen, um
darin zu baden. Von da an ließ Báthory immer öfter junge Mädchen ins Schloß
bringen, die sie in Ketten aufgehängt folterte und abschlachtete.
Zu ihren Foltermethoden gehörten Nadeln in die Brüste und unter die Fingernägel
stechen. Manche Frauen wurden nackt in die klirrende Kälte geführt, wo man sie
so lange mit Eiswasser übergoß bis sie erfroren. Báthory, erregt durch den Anblick
der sterbenden Mädchen, feuerte ihre Diener - oft mit obszönen Worten - an.
Die Gräfin schreckte auch nicht davor zurück ihren Opfern ganze Fleischstücke
aus der Haut zu beißen oder ihre Körper mit glühenden Eisen zu verstümmeln.
Das Ende:
Am 29. Dezember 1610 wurde schließlich das Schloss gestürmt, nachdem
einem Mädchen die Flucht gelungen war.
Die Truppen Thurzos fanden die Gräfin und ihre Helfer vor, wie sie gerade dabei
waren eines der Mädchen ausbluten zu lassen. Einem anderen Opfer hatten sie
unzählige Löcher in den Körper gebohrt und im Kellerverließ wurden weitere halbverhungerte
Mädchen gefunden.
Die Diener und Lakaien, die an den grausamen Morden beteiligt waren, wurden
kurze Zeit später hingerichtet. Zwei Helfer begrub man bei lebendigem Leibe,
nachdem ihnen zuvor die "frevelnden" Finger abgerissen wurden.
Erzsébet Báthory wurde aufgrund ihres Standes nie angeklagt. Ihre Buße bestand
darin, den Rest ihres Lebens eingemauert in einer Kammer ihres Schlosses zu
verbringen. Ihre Verjüngungskuren hatten offenbar nicht viel bewirkt: Die Gräfin
starb vier Jahre später, im August 1614.
Motiv:
Der Gründe für die grausamen Morde lagen offensichtlich in Báthory's Hang zum Sadismus: das Foltern der Mädchen verschaffte ihr sexuelle Befriedigung.