
Anzahl der Opfer:
6
Zeit:
1976 - 1977
Biografisches:
David
Berkowitz wurde am 1. Juni 1953 als Sohn der in ärmlichen Verhältnissen lebenden
Betty Broder geboren. Seine leibliche Mutter gab ihn jedoch kurz nach der Geburt
zur Adoption frei.
Er kam zu jüdischen Adoptiveltern und verlebte dort nach eigenen Aussagen eine unglückliche Kindheit. Die Mutter starb als er
14 war.
Mit 18 zog es ihn zur Armee, wo er von einer Karriere als Kriegsheld von Vietnam träumte. Man schickte ihn jedoch nach Korea, wo
David sein einziges sexuelles Erlebnis mit einer Prostituierten aus einem Elendviertel hatte. Er sagt, er habe dabei keinerlei
Befriedigung empfunden.
Nach der Entlassung aus der Armee gelang es ihm endlich seine leibliche Mutter aufzuspüren. Doch das Treffen mit ihr und seiner
Halbschwester verlief dermaßen enttäuschend, dass sein ohnehin ramponiertes Frauenbild gänzlich einstürzte.
Der Mangel an Anerkennung trieb ihn dazu Brände zu legen - meistens in Mülltonnen oder leerstehenden Gebäuden. Während die
Flammen züngelten und die Feuerwehr den Brand löscht befriedigte Berkowitz sich - wie die meisten Brandstifter - selbst.
Wie aus Einträgen in seinen Tagebüchern hervorging, hatte er in Brookly und Queens rund 1500 Brände gelegt.
Zur Zeit der Morde arbeitete er als Postangestellter.
Details
der Morde:
Seine Opfer waren meist junge Paare. Sein Markenzeichen: ein großkalibriger Revolver "Bulldog", Kaliber 44.
Donna Lauria und Jody Valenti waren seine ersten beiden Opfer: die Freundinnen saßen in der Bronx in ihrem Auto, um sich noch
ein wenig zu unterhalten, als sich um ein Uhr nachts ein Mann dem Fahrzeug näherte und sofort zu schießen begann. Donna Lauria
starb sofort, Jody wurde am Bein verletzt.
Einige Monate später ereignete sich vor einer Bar in Queens ein ähnlicher Vorfall, bei dem ein Pärchen verwundet wurde.
Kurze Zeit darauf wurden zwei junge Frauen, die vor ihrer Haustür saßen beschossen. Eine der beiden wurde so schwer verletzt,
dass sie für immer gelähmt blieb.
Die Polizei fand schnell heraus, dass die Schüsse immer aus der gleichen Waffe kamen.
Am 30. Januar 1977 tötete Berkowitz Christine Freund, die mit ihrem Bekannten John Diel in einem geparkten Wagen gesessen hatte und
einen Monat darauf die 19 Jahre alte Virginia Voskerichian.
3 Monate später wurden Alexander Esau und Valentina Suriani aus nächster Nähe erschossen. Auf dem Beifahrersitz lag ein Zettel
mit der Notiz: "Ich komme wieder! Bang, bang, bang, bang, bang - Ugh!!".
Endi Juni wurde erneut ein Pärchen angegriffen, beide überlebten, jedoch schwer verletzt.
Fünf Tage später starb Stacy Moskowitz an seinen Schüssen, ihr Begleiter verlor durch einen Kopfschuss das Augenlicht.
Das Ende:
Im
August 1977 wurde Berkowitz von der Polizei gestellt. Kurz nach seiner Festnahme
behauptete er, er habe im Namen Satans gehandelt, der in den Hund seines Nachbarn
Sam Carr gefahren wäre. Deshalb nannate man ihn auch "Son of Sam".
Am 23. August 1977 wurde David Berkowitz zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 365 Jahren verurteilt, die er derzeit im Attica
Correctional Facility verbüßt.
Heute ist er ein gottesfrommer Mensch, der nach eigenen Aussagen seine Taten zutiefst bereut.
Motiv:
Hass, sowohl gegenüber seiner leiblichen als auch gegenüber seiner Adoptivmutter und überdies seine Unfähigkeit, eine normale Beziehung mit einer Frau einzugehen
Anmerkung:
Berkowitz hat eine eigene Homepage, auf der er über seine Morde und seine neu entdeckte Liebe zu Gott
berichtet: www.forgivenforlife.com
(Den deutschen Text findet ihr hier)
Dort gibt es auch ein Video über seine Geschichte.