Anzahl der Opfer:

~37

Zeit:

1972 - 198

Biografisches:

John Wayne Gacy wurde am 17. März 1942 in Chicago, Illinois geboren. Seine ältere Schwester Joanne wude zwei Jahre vor ihm geboren, Karen war zwei Jahre jünger. John ging auf eine katholische Schule, wo er bei allen beliebt war. Sein Vater war Alkoholiker und terrorisierte die ganze Familie.
Seine erste Frau Marlynn Myers heiratete Gacy 1964. Sie hatten zwei Kinder zusammen.
Den Namen "Pogo the Clown" trug Gacy deshalb, weil er häufig bei Veranstaltungen für krebskranke Kinder als Clown auftrat.
Nach der ersten Haftstrafe ließ sich seine Frau scheiden.
1975 gründete er sein eigenes Handwerkerunternehmen PDM Contracting (einer der Chicago Rippers - Robin Gecht - war dort angestellt.) Im gleichen Jahr heiratete er ein zweites Mal und zog in den Chicagoer Vorort Des Plaines.


Details der Morde:

1968 wurde Gacy zum ersten Mal wegen sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen zu 10 Jahren Haft verurteilt. Doch schon nach 2 Jahren wurde er auf Bewährung entlassen.
Im Januar 1972 begann seine Mordserie. Nachdem seine zweite Frau ihn auch verlies, brachte er im Schnitt jeden Monat einen jungen Mann um.
Er lockte die Jugendlichen zu sich nach Hause und füllte sie ab, um sie dann oft tagelang zu vergewaltigen und zu foltern, bis er sie schließlich umbrachte.

Das Ende:

Im Dezember 1978 kam man Gacy schließlich auf die Schliche: der 15jährige Robert Priest wurde vermisst. Gacy hatte ihm einen Job angeboten und Zeugen haben die beiden zusammen gesehen. Der Serienkiller leugnete zwar den Jungen jemals getroffen zu haben, doch die Polizei glaubte ihm nicht und lies ihn offen beschatten. Bei einer Hausdurchsuchung wurden schließlich die Leichen gefunden: unter dem Betonboden der Garage fand man die Überreste eines homosexuellen Freundes von Gacy, den er angeblich 1972 in Notwehr getötet hatte, in einem Hohlraum unter einer Falltür entdeckte man weitere drei halbverweste Leichen, sowie Körperteile anderer Opfer.
Gacy legte ein Geständnis ab: Piest, sowie 29 andere junge Männer hatte er unter seinem Haus verscharrt und mit Beton übergossen. Vier weitere Leichen hatte er in einen Fluss geworfen. Möglicherweise hat Gacy jedoch noch weitere Morde während seiner Dienstreisen durch die USA begangen. Jedenfalls deutete er das im Gefängnis an, gestand aber nicht aus Angst vor der Todesstrafe.

Die Verhandlung begann am 6. Februar 1980. Gacy pledierte auf "unschuldig aufgrund geistiger Unzurechnungsfähigkeit", was jedoch abgelehnt wurde. Er wurde schuldig gesprochen und zum Tode durch die Giftspritze verurteilt.

Am 10. Mai 1994 wurde John im Joliet Staatsgefängnis von Illinois hingerichtet. Das Gefängnis steht heute leer, jedoch wird die erfolgreiche US-Serie Prison Break dort gedreht. Der zum Tode verurteilte Lincoln Burrows sitzt in der Serie in der Zelle von Gacy. Einige Mitglieder der Crew glauben seinen Geist dort gespürt zu haben.

John Wayne Gacy's Taten hatten eine große Wirkung auf die Öffentlichkeit. Am Tage seiner Hinrichtung standen große Mengen Schaulustiger vor dem Gelände der Strafanstalt. Es wurden T-Shirts und weitere Gacy-Fanartikel verkauft. Als er offiziell für tot erklärt wurde, jubelte die Menge.
9 Jahre nach seinem Tod wurde seine Mordserie verfilmt ("Gacy", 2003).

Motiv:

Ein genaues Motiv ist nicht bekannt. Gacy hat sich dazu nie geäußert. Allerdings vermutete man, dass sein alkoholkranker Vater oder eine Kopfverletztung aus seiner Jugend mit wiederholtem Bewusstseinsverlust, Gründe gewesen sein könnten.