
Anzahl der Opfer:
Nicht genau bekannt, es ist von "mehreren" Kindern die Rede
Zeit:
16. Jahrhundert
Biografisches:
Der Bauer Gilles Garnier lebte Mitte des 16. Jahrhunderts, wo der Glaube an Werwölfe, Hexen und Zauberei besonders stark verbreitet war mit seiner Frau Apolline zurückgezogen auf dem Lande in Saint-Bonnor, Frankreich und galt als ungeselliger Zeitgenosse.
Details der Morde:
1573 erdrosselte Garnier zwei Mädchen und zwei Jungen und aß verschiedene Körperteile seiner Opfer. Garnier nagte ihnen das Fleisch von den Schenkeln und Armen, weshalb drei der Kinder extreme Verstümmelungen aufwiesen. Nach Aussagen des Kannibalen blieb der von ihm erdrosselte zehnjährige Junge nur unversehrt, weil er bei diesem Mord beinahe erwischt worden wäre. Nachdem die Kleidung der Kinder unversehrt in der näheren Umgebung gefunden worden war, glaubten die Menschen, Werwölfe trieben ihr Unwesen, denn es galt als eine Eigentümlichkeit der Werwölfe, dass sie ihren Opfern die Kleidung ausziehen, ohne sie zu zerreißen. Am 13. September 1573 wurde Jagd auf die vermeintlichen Werwölfe gemacht. Nach seiner Festnahme behauptete Garnier zudem, er könne sich in einen Werwolf (einen "loup-garou") verwandeln und müsste dann in Tiergestalt seiner Fleischeslust nachgehen. Während seines Geständnisses berichtete er, dass ihm das Fleisch des einen zehnjährigen Mädchens so gut geschmeckt habe, dass er ein weiteres Körperteil von dem Kind abschnitt, um zu Hause auch seine Frau von dem zarten Fleisch kosten zu lassen.
Bestrafung:
Garnier wurde als Werwolf angeklagt (in dieser Zeit wurden Lust- und Sexualmörder häufig als Werwölfe angesehen) und im Januar 1574 auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Motiv:
Garnier behauptete, dass Satan selbst ihm den Auftrag für diese Taten gab