
Anzahl der Opfer:
Nicht bekannt
Zeit:
~1945 - 1958
Biografisches:
Edward
T. Gein wurde 1906 geboren und wohnte zeitlebens auf der elterlichen Farm in
Plainfield, Wisconsin. Während seiner Kindheit war er ein sensibler und schüchterner
Junge, der unter seinem alkohohlabhängigem Vater nichts zu lachen hatte. Seine
Mutter, Augusta, zwang ihm und seinem vier Jahre älteren Bruder ihr orthodoxes,
biblisches Weltbild auf. Sie verhielt sich ihren Kindern gegenüber sehr dominant
und herrschsüchtig. Sexualität war in ihrer Erziehung absolut tabu und wurde
hart bestraft. Trotzdem liebte Ed seine Mutter abgöttisch und lebte nach ihren
Vorstellungen auch als Erwachsener noch zu Hause.
1944 starb sein Bruder Henry in einem Feuer (wer Edward schuld daran ?).
Mit 38, nachdem auch sein Vater gestorben war, kümmerte er sich allein um seine,
in einen religiösen Wahn verfallene Mutter.
Als diese dann 1945 starb, suchte Ed zum ersten Mal in seinem Leben Kontakt
zu Frauen. Seine neu gewonnene Freundin lehnte jedoch seinen Heiratsantrag ab.
Danach mutierte Eddie immer mehr zum Einzelgänger. Ed verdiente sich seinen
Unterhalt mit Aushilfsjobsund ließ sein Grundstück zur Müllkippe verkommen.
Er wurde zum "Messie“, er konnte nichts mehr wegwerfen und sammelte so das absurdeste
Zeugs. Im Gegensatz zu dem mittlerweile versifften Haus, war das ehemalige Zimmer
seiner Mutter jedoch blitzsauber.
Details der Morde:
Alles
begann 1945, als Geins Mutter starb.
Er besorgte sich medizinische Fachbücher und Pornozeitschriften, bis er dann
anfing nachts auf dem Gemeindefriedhof weibliche Leichen auszubuddeln. Sein
besonderes Interesse galt den Häuten der Toten, die er ablöste und präparierte.
Er empfand eine ungeheure Genugtuung, sich mit gegerbter Menschenhaut zu schmücken,
sofern er nicht eine Schneiderpuppe oder seine Möbel damit dekorierte.
Er war besessen von der Idee einer Geschlechtsumwandlung - im konservativen
Mittleren Westen der 50er Jahre völlig undenkbar. Wenn er schon keine Frau werden
konnte, wollte er wenigstens wie eine aussehen und begann sich aus den Häuten
der total Frauen einen Anzug zu schneidern.
Mary Morgan:
1954 ging er häufig in eine Kneipe namens Pine Grove. Diese wurde
von Mary Morgan betieben, einer 54 Jahre alten Frau. Sie verschwand am 9. Dezember
1954. Es gab keine Spur, keine Hinweise und keine Theorie darüber.
Bernice Worden:
Am 16. November 1957 wurde Bernice Worden, Besitzerin eines kleinen
Ladens und Mutter des Hilfssheriffs, vermisst. Ihr Laden war voller Blut und
eine Spur führte zur Hintertür. Im Geschäftsbuch stand zum 16. November : Fostschutzmittel
zu 99 Cent als letzter Eintrag. Wer war der letzte Kunde und hat er was gesehen
? Der Hilfssheriff erinnerte sich: " Es war Eddie Gein ... er sagte, daß er
Frostschutzmittel brauche und daß er heute morgen vorbeikäme ... ".
Sie fuhren zu ihm raus, aber niemand war da. Eine Tür war offen und der Hilfssheriff
und ein Bewohner Plainfields betraten das Haus.
Dann sahen sie es, Bernice Worden hing mit den Füssen nach oben an der Decke,
Fleischerhaken waren durch die Sehnen der Knöchel gestoßen. Sie war nackt, der
Kopf fehlte und sie war wie ein Tier ausgeweidet worden. Ed saß gerade bei seinen
Nachbarn am Tisch und aß, als er verhaftet wurde.
Als die Polizei das House of Horror am nächsten Tag durchsuchten fanden sie
etwa 15 weibliche Körper. In einer Pfanne auf dem Ofen lag ein menschliches
Herz. Des weiteren fanden sie: zwei Schienbeinknochen, ein Paar menschliche
Lippen, vier menschliche Nasen, Armbänder aus Menschenhaut, vier Stühle, mit
Streifen aus Menschenhaut bezogen, eine Trommel mit Menschenhaut überzogen,
eine Schüssel aus einem Menschenschädel, Damenhandtaschen mit Henkeln aus Haut,
neun Totenmasken aus gepresster Haut von Frauen, zehn abgesägte Frauenköpfe,
ein Paar aus menschlicher Beinhaut geformte Überhosen und eine Weste aus der
Haut eines weiblichen Rumpfes.
Zwei Frauen hatte er selber umgebracht (etwas anderes konnte nicht bewiesen
werden), den Rest hatte Ed auf dem Friedhof heimlich ausgegraben. Er laß regelmäßig
die Todesanzeigen und wenn eine Frau gestorben war, die seinen Vorstellungen
entspach, grub er sie nachts wieder aus und schaffte sie in sein Haus.
Offiziell konnte sein Kannibalismus nie bewiesen werden, und auch nicht die
Gerüchte, daß er den Nachbarn manchmal 'frische' Leber brachte.
Edward Gein wurde für nicht zurechnungsfähig erklärt und verbrachte seine Zeit
in einem Hospital. Sein Auto wurde von einem Geschäftsmann gekauft, und dann
auf Jahrmäkten ausgestellt. Für etwas Geld konnte man sich sogar auf die Ladefläche
legen. Da Ed nie sehr viel Geld hatte, sollte sein Haus verkauft werden, aber
einen Tag vor der Versteigerung brannte es plötzlich ab. Die Feuerwehr hatte
keine große Eile beim Löschen des Brandes (alle Menschen wollten schnell vergessen).
Ein Unternehmer hatte die Idee aus dem Haus ein Gruselkabinett zu machen, was
dann ja nicht mehr mögich war. Jeder Einwohner aus Plainfield wollte dieses
Thanksgiving (16. November 1957) vergessen.
Das Ende:
Elf
Jahre nach seiner Verhaftung sollte ihm der Prozeß gemacht werden, aber wieder
wurde er für unzurechnungsfähig erklärt, under ging wieder zurück ins Hospital.
Am 26. Juli 1984 starb er schließlich an Krebs.
Mit seinen grausamen Taten hat Edward Gein die amerikanische Populärkultur entscheidend
beeinflusst: Filmklassiker wie Hitchcocks „Psycho“, der Splatter-Film „The Texas
Chainsaw Massacre“ oder der Kassenerfolg „Das Schweigen der Lämmer“ basieren
auf diesem Fall. Aus Zeugenaussagen und Fiktionen, Gerichtsprotokollen und Hollywood-Legenden
rekonstruiert „Ed Gein Superstar“ die Geschichte des ersten „American Psycho“.
Motiv:
Ed Gein war ein nekrophiler Kannibale. Er passte perfekt in das Profil eines Serienkillers: er handelte ohne Motiv.